OFFENER BRIEF
Sofortiger Jagdstopp im Schönbuch – Transparenz statt Abschüsse auf
Verdacht
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit wachsender Sorge beobachten wir die fortlaufenden Rotwildabschüsse im Schönbuch.
Nach unserem Kenntnisstand beruhen wesentliche Entscheidungen weiterhin auf
Schätzungen, Hochrechnungen sowie nicht ausreichend transparent veröffentlichten
Datengrundlagen.
Wir halten es für unverantwortlich, tiefgreifende Eingriffe in einen sensiblen Wildbestand
vorzunehmen, ohne dass zuvor eine unabhängige, wissenschaftlich belastbare und öffentlich
nachvollziehbare Bestandserhebung durchgeführt wurde.
Das Rotwild ist ein bedeutender Bestandteil unseres heimischen Ökosystems. Als soziales
Wildtier erfüllt es wichtige ökologische Funktionen und verdient einen verantwortungsvollen
und respektvollen Umgang.
Abschüsse ohne transparente Datengrundlage sind weder ethisch vertretbar noch geeignet,
Vertrauen in Behörden und Wildtiermanagement zu schaffen.
Wir fordern daher:
• den sofortigen Stopp aller Rotwildabschüsse im Schönbuch,
• eine unabhängige wissenschaftliche Bestandserhebung,
• den Einsatz moderner Methoden wie Drohnen- und Wärmebildzählungen,
• die vollständige Offenlegung aller Datengrundlagen,
• sowie eine öffentliche und transparente Diskussion unter Einbindung unabhängiger Fachleute
und Naturschutzverbände.
Naturschutz braucht Transparenz, Wissenschaft und gesellschaftliches Vertrauen – keine
Entscheidungen hinter verschlossenen Türen.
Wir appellieren eindringlich an alle Verantwortlichen: Setzen Sie die Abschüsse aus, bis
belastbare Fakten offen auf dem Tisch liegen.Das Rotwild im Schönbuch verdient Schutz statt Vermutungen.